Gestern feierten wir den Geburtstag unseres Sohnes nach. Schön, dass gestern auch Epiphaniefest (das Fest der Heiligen Drei Könige) war: eine gute Gelegenheit, meinen Lieblingskuchen zu backen und auch zu essen. „Miam Miam“  (ins Deutsche übersetzt: Mmh). Sehr verbreitet in Frankreich, ist dieses Familienfest ein Segen für die Fans von Mandelcreme (Frangipane) und ein schöner Brauch. Die Galette des rois  (in Frankreich verbreitete Variante des Dreikönigskuchens) wird zur Erinnerung an die heiligen drei Könige Caspar¸Melchior und Balthasar serviert.

Ursprünglich kommt die Galette des rois von der römischen Saturnwoche, bei dem die Königstags-Galette untereinander geteilt wurde und das „Armenstück“ oder „ Liebe-Gott-Stück“ für einen Sklaven beiseitegelegt worden ist, der König des Tages sein durfte. Was wir aus dem Brauch übernommen haben: In der Galette wird eine dicke Bohne oder eine kleine Porzellanfigur versteckt. Wer den „Fève“ bekommt, ist König für einen Tag und darf sich eine Königin aussuchen, die sich wie er eine Krone aufsetzt.

Die Galette wird traditionell mit Blätterteig gebacken und mit Marmelade serviert, der Gateau des rois als Brioche (Hefeteig) mit trockenen Früchten. Es gibt viele Varianten der Galette des Rois, sehr oft mit Frangipane oder Crème de marrons (galette aus Ardèche) oder mit Apfelmus und Äpfel (natürlich aus der Normandie). 

Bien sûr, da wir experimentierfreudig sind, und ein bisschen von überall her kommen, haben wir unsere eigene Variante probiert: halb mit Maronencreme, halb mit Mandelcreme. Und wie war es?  Der Jüngste war unterm Tisch und und verteilte Namensweise die Galettestücke. Wir aßen, tranken und lachten (wie es bei Franzosen sich gehört), einer von uns war König für einen Tag und ich glaube am Ende hatten alle ein Glücksgefühl, das wir gerne mit Euch teilen.